Projekte

Gumpiger Donnerstag (Weniger Blau - Mehr Gumpiger)

An diesem Tag wird in Fasnachtshochburg Aulendorf, die oberschwäbische Fasnacht ausgiebig gefeiert. Aufgrund von mehrfachen, übermäßigen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen in den zurückliegenden Jahren wurde die Aktion "Weniger Blau - Mehr Gumpiger!" gestartet. 

 

Die Aktion, an der sich auch die Offene Kinder- und Jugendarbeit beteiligt, verfolgt vor allem das Ziel des präventiven Ansatzes. "Weniger Blau - Mehr Gumpiger!" beinhaltet eine Plakataktion, Präventionsveranstaltungen an den Schulen (Sensibilisierung der Schüler im Umgang mit Alkohol), sowie die Aktion der Offenen Kinder- und Jugendarbeit am Gumpigen Donnerstag selbst. Hier wurde den Kindern- und Jugendlichen in den Räumlichkeiten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowohl ein Rückzugsort, als auch verschiedene Spiele bzw. Getränke und Essen angeboten.

 

Die folgenden Organisationen bzw. Personen sind im Rahmen der Netzwerkarbeit für das Projekt "Weniger Blau - Mehr Gumpiger!" aktiv tätig: 

  • Bürgermeister, Herr Burth
  • Polizei Altshausen
  • AKA, Herr Poppenmaier
  • Narrenzunft Aulendorf, Herr Angele
  • Schulleitung der Schule am Schlosspark, Herr Lang bzw. Frau Kösler
  • Ordnungsamt, Frau Funk
  • Schulsozialarbeit der Schule am Schlosspark

Präventionstag Weniger Blau - Mehr Gumpiger an der Schule am Schlosspark 2018

Motto: ´s Läba isch koi Schlotzer!

Präventionstag Weniger Blau - Mehr Gumpiger an der Schule am Schlosspark 2019

Motto: Mäuse trinken keinen Alkohol...

...sie haben Angst vor dem Kater!



Meine Stadt - Mein Spielfeld

Das Projekt "Meine Stadt - Mein Spielfeld" besteht aus zwei Teilen und soll den Kindern und Jugendlichen vor allem die Vorzüge "ihrer" Stadt Aulendorf verdeutlichen. 

Der erste Teil des Projektes stand unter dem Motto, "I like Aulendorf" und beinhaltet ein Fotoprojekt. Zu Beginn des Projektes wurden interessierte Kinder und Jugendliche der Schule am Schlosspark von einem Hobbyfotografen des Fotoforums Weingarten an zwei Tagen in die Technik der Kamera und Fotografie allgemein eingeführt. Daraufhin machten sich Kinder und Jugendliche selbstständig in Gruppen oder alleine auf die Suche nach ihren beliebtesten Plätzen in Aulendorf, um diese dann digital in Bilder festzuhalten. Zusätzlich wurde das Projekt im Rahmen des Mädchens- und Jungentreffs durchgeführt, hierbei wurde gemeinsam nach interessanten Plätzen der Mädchen und Jungen gesucht. Die in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit abgegebenen Bilder, wurden gesichtet und gedruckt, um sie dann in einer Ausstellung im Rahmen der Eröffnung der Bevölkerung zu zeigen. 

Gleichzeitig sollte auch die Grundschule in das Fotoprojekt mit einbezogen werden. Die 386 Kinder der Grundschule Aulendorf wurden gebeten, an einem Malprojekt teilzunehmen, in welchem sie ihren Lieblingsplatz in Aulendorf malen sollten. Die fertigen Bilder wurden schließlich zu Büchern gebunden und waren ebenso Teil der Ausstellung. 


 

Wie der Titel des Projektes schon beschreibt, sollte im zweiten Teil des Projektes ein Spielfeld realisiert werden. 

Der zweite Teil des Projektes beinhaltete die Umgestaltung des Vorplatzes des Jugendtreffs. Das Bauprojekt sah zum einen ein 4x4m großes Podest vor, welches durch bedruckte Planen (z.B. mit einem Mensch-ärgere-Dich-nicht Spielfeld) als Spielmöglichkeit im Sommer genutzt werden kann. 

 

Zum anderen sollten Sitzmöglichkeiten entstehen. Der zweite Teil des Projektes konnte wie geplant umgesetzt werden. 

 

Bis zu den Sommerferien im August 2017 wurde bereits das Podest fertiggestellt und die ersten Sitzmöglichkeiten befestigt. Folgende Fotos zeigen den derzeitigen aktuellen Fortschritt. 

April 2017

August 2017


Abschluss "Meine Stadt - Mein Spielfeld"

Nach den Sommerferien wurde sich wieder direkt an die Arbeit gemacht. Dabei wurden vor allem besucherreiche Tage im Jugendtreff genutzt, um gemeinsam mit den Jugendlichen die letzten Bretter auf die Sitzmöglichkeiten zu montieren. 

 

Da alle motiviert waren, das Projekt zu einem guten Abschluss zu bringen, halfen alle mit und es konnte bereits ein Termin für die Einweihung des Projekts festgelegt sowie diese Feier direkt vorbereitet werden. 

Am 27. Oktober war dann schließlich der Tag der Einweihung gekommen. 

Nach der Begrüßung durch die Jugendsozialarbeiter übernahm schließlich Herr Bürgermeister Burth das Mikrofon, um den Vorplatz zu eröffnen. Dazu wurde von Herrn Burth, den Jugendsozialarbeitern sowie dem Bauleiter Herr Poppenmaier vom AKA gemeinsam ein Band aus vielen Luftballonen symbolisch durchschnitten. 

 

Das neue Spielfeld diente dabei direkt als Bühne für die Redner sowie für die Band „Extra Large“, welche die Feier umrahmte. 

Diese Bühne wurde von Herrn Burth sowie auch von den Jugendsozialarbeitern außerdem genutzt, um lobende Dankesworte auszusprechen. 

Dankesworte an alle Beteiligten des Projekts, die aktiv mithalfen oder passiv mit einer Spende das Projekt unterstützten. 

Allen voran wurde jedoch vor allen Herrn Poppenmaier nochmals gedankt, der sich ehrenamtlich neben seiner Selbstständigkeit von Anfang bis Ende im Projekt einbrachte und sogar die Bauleitung des Bauprojekts übernahm. 

Schließlich wurde die Ausstellung des Fotoprojekts, welche sich in den Räumlichkeiten des Jugendtreffs befand, eröffnet. Die Jugendbegleiter der Offenen Kinder- und Jugendarbeit kümmerten sich zudem um das Wohlergehen der Gäste. Sie boten Getränke und Cocktails zum Kauf, schenkten Kaffee aus und bedienten die Gäste sogar mit den vom Gasthaus Rad (Herr Spähn) gespendeten Häppchen. 

 

Einzig die XXL-Spielfelder für das neue Podest schafften es leider nicht bis zum Tag der Einweihungsfeier fertig zu werden. Die Besucher konnten sie jedoch solange in Kleinformat auf der Druckvorlage bestaunen. Einige Wochen später wurden schließlich auch diese im Rahmen des Mädchentreffs eingeweiht.

Rückblickend auf diesen besonderen Tag im Alltag des Kinder- und Jugendtreffs der Offenen Kinder- und Jugendarbeit kann von einer sehr erfolgreichen und wunderschönen Einweihungsfeier gesprochen werden. Die Jugendsozialarbeiter sowie alle Beteiligten waren sehr zufrieden. 

Zur Erinnerung an diesen tollen Tag gestalteten die Jugendsozialarbeiter ein Andenken in Form eines gemalten Baumes, auf welchen sich jeder Teilnehmer mit einem Fingerabdruck als Blatt verewigen konnte. 

 

Die Sitzmöglichkeiten werden stets von Jugendlichen sowie auch von Spaziergängern oder Marktbesuchern rege genutzt.

 

 Kooperationen:

Zur erfolgreichen Umsetzung des Großprojekts suchte die Offene Kinder- und Jugendarbeit die Kooperation mit verschiedenen Netzwerkpartnern. Das Fotoprojekt konnte in Kooperation mit dem Fotoforum Weingarten, den Kolleginnen der Schulsozialarbeit und der Grundschule durchgeführt werden. Die Schule am Schlosspark stellte ihre Räumlichkeiten zur Umsetzung des Fotoworkshops zur Verfügung, Frau Beck nahm sich komplett dem Malprojekt an der Grundschule an.

Um ein Bauprojekt erfolgreich umsetzen zu können, erfodert es handwerkliche sowie bauliche Kenntnisse und Fähigkeiten. Da die Jugendsozialarbeiter auf diese Fähigkeiten leider nicht zurückgreifen konnten, waren sie hier in erster Linie auf Kooperationspartner mit Baukenntnissen angewiesen. Als sehr engagierter Bürger der Stadt Aulendorf und wichtiger Partner in der ehrenamtlichen Jugendarbeit konnte allen voran Herr Poppenmaier vom AKA gewonnen werden. Nach einigen Ideensammlungen und Vorbesprechungen schien es allen Beteiligten am sinnvollsten, Herrn Poppenmaier, welcher aus dem Handwerk kommt, die Bauleitung des zweiten Teils zu überlassen. 

 

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit übernahm im Gegenzug die  pädagogische Anleitung der Jugendlichen. Durch diese Zusammenarbeit konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden. 

Außerdem wurde das Bauprojekt von weiteren ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen unterstützt. So entstand in der Jugendausschusssitzung im Mai 2017 eine Kooperation mit den Ministranten, die sich bereit erklärten, ihre helfenden Hände im Projekt einzusetzen. 


Seminar "Begreifen durch Greifen"

Als im Juni 2018 die Grillhütte am Jugendplatz am Spitalweg abbrannte, war während dem aktuellen Bauprojekt („Meine Stadt – Mein Spielfeld“) eigentlich schon das nächste Bauprojekt für die Offene Kinder- und Jugendarbeit ungewollt geboren. 

 

In Gesprächen mit Klaus Poppenmaier vom AKA war es für alle klar, dass ein Grillplatz für Jugendliche ohne Hütte kein Grillplatz ist, der auch genutzt wird. Auch die Jugendlichen selbst beteuerten den fehlenden Unterstand.

 

Die Mitarbeiter der Offenen Kinder- und Jugendarbeit entschieden sich den Aufbau der Grillhütte in Form eines zweitägigen Seminars unter dem Motto „Begreifen durch Greifen“ durchzuführen. Dabei zielte diese Art der Durchführung nicht nur auf die Erweiterung von Kompetenzen im Bereich Handwerk, die Erfahrung von Grenzen und die Entdeckung von Stärken. 

 

Durch die zwei Tage Seminar inklusive einer Übernachtung im Jugendtreff sollte vor allem auch das Ziel des Erlebens einer Gemeinschaft und die Entwicklung von Teamfähigkeit angestrebt werden. 

 

Um Teilnehmer für das Seminar zu gewinnen machten die Jugendsozialarbeiter Werbung in Form von Plakaten, Posts auf Instagram und Mundpropaganda im Jugendtreff. Außerdem wurde das Projekt in allen Klassen der Schule am Schlosspark vorgestellt. Dies verhalf dem Seminar zu einer vollen Teilnehmerzahl von elf Teilnehmern.

 

Das Seminar fand schließlich am 18. – 19. Mai 2018 statt. Gemeinsam mit Klaus Poppenmaier konnte an zwei Tagen eine neue Grillhütte aufgebaut werden.

 

Kooperationen:

Zum Erfolg der zwei Tage trugen einige Kooperationspartner bei: Herr Poppenmaier stand nicht nur persönlich mit seinem handwerklichen Know-How an unserer Seite, sondern stellte auch das Werkzeug seiner Firma Wintergartenbau Poppenmaier zur Verfügung und unterstützte das Projekt ebenso mit einer Spende des AKA. Auch der Rotary Club Bad Waldsee-Aulendorf förderte das Projekt mit einer Geldsumme. 

 

Herr Stegmaier brachte sich ehrenamtlich in die Planungen der Hütte ein und verhalf uns beim Besorgen der Materialien. Des Weiteren spendete die Firma Köberle uns einen Teil des Holzes.

 

Zusammenfassend kann von zwei sehr erfolgreichen Tagen gesprochen werden, in denen nicht nur das Ziel der Erbauung einer Grillhütte erreicht werden konnte, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl der Jugendlichen gestärkt werden konnte.


Jugendhearing

Nachdem mit der Einführung des neuen §41a GemO die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den Gemeinden zur „Soll“- beziehungsweise zur „Muss“-Aufgabe gemacht hat, kam nun die Stadt Aulendorf auf die Offene Kinder- und Jugendarbeit zu, um sich zu diesem Auftrag gemeinsam auf den Weg zu machen.

 

Der Kreisjugendring Ravensburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gemeinden im Landkreis Ravensburg in Sachen Jugendbeteiligung zu unterstützen. Im Rahmen des Projekts „Vielfalt in Partizipation“ stellt der Kreisjugendring finanzielle und personelle Unterstützung zur Verfügung, auf die sich die Gemeinden bewerben können.

 

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit bewarb sich gemeinsam mit der Stadt Aulendorf auf das Projekt „Vielfalt in Partizipation“ und bekam den Zuschlag für Fördermittel sowie die personelle Unterstützung durch Stefanie Nandi und Franziska Bauer vom Kreisjugendring. 

 

Gemeinsam mit allen Beteiligten wurden Überlegungen getätigt, wie die Jugendbeteiligung in Aulendorf aussehen könnte. Die Beteiligung von Jugendlichen in einer Kommune kann dabei anhand von unterschiedlichen Methoden umgesetzt werden. Wer Jugendbeteiligung hört, denkt meist an einen Jugendgemeinderat. Doch dies ist nur eine Form der Jugendbeteiligung. Weitere Möglichkeiten zur Beteiligung sind beispielsweise der 14er Rat, Jugendbeteiligung online oder ein Jugendhearing.

 

 

Der Stadt Aulendorf war es vor allem wichtig, alle Jugendliche der Stadt Aulendorf mit ins Boot zu nehmen, um eine möglichst vielfältige Meinung einholen zu können. Aufgrund dessen entschieden sich die Beteiligten an der Organisation zu einem offenen Jugendhearing für Jugendliche der Klassen 7 – 11 (= 12 – 17 Jahre).

 

Vorgehen:

 

Bei einem Jugendhearing werden demnach alle Jugendlichen dieser Altersspanne in einen öffentlichen Raum (Stadthalle) durch das Einwohnermeldeamt eingeladen. Zusätzlich soll mit ortsansässigen Schulen kooperiert werden. Es wird eine Infoveranstaltung in der Schule stattfinden, in der der Kreisjugendring und die Mitarbeiter oder Offenen Kinder- und Jugendarbeit nochmals über den Hintergrund und den Ablauf des Jugendhearings referieren werden. Die Anmeldungen der Jugendlichen werden ebenso über die Schule gesammelt. Das Jugendhearing wird an einem Wochentag vormittags stattfinden. Mit den Schulen wird vereinbart, dass die Schüler eine Teilnahmebestätigung erhalten, wenn sie am Jugendhearing teilnehmen und so von der Schule befreit werden.

 

Ablauf des Hearings:

In dem Wort „Hearing“ steckt das Wort „hear“ aus dem Englischen, was „hören“ bedeutet. Bei einem Jugendhearing geht es vor allem darum Jugendlichen eine Sprache zugeben – das Mitspracherecht – und ihnen dabei zuzuhören sowie ihre Ideen anzuhören. 

Was gibt’s? Was braucht’s? – unter diesem Motto wird am Freitag, den 18.10.2019 von 8:00 – 13:00 Uhr dieses Jugendhearing in der Stadthalle in Aulendorf stattfinden. 

 

Die teilnehmenden Jugendlichen dürfen in diesen 5 Stunden an verschiedenen Thementischen ihre Ideen, Vorstellungen und alles was sie bewegt einbringen, visualisieren und darüber diskutieren. Die Ergebnisse des Tages werden am Ende Herrn Bürgermeister Matthias Burth und den Gemeinderäten der Stadt Aulendorf präsentiert.


Nachhaltigkeit:

Die beteiligten Organisatoren sind sich einig, dass die Partizipation von Jugendlichen mit der Ausrichtung des Jugendhearings nicht getan ist. Die Jugendbeteiligung soll ein fortlaufender Prozess sein, das Jugendhearing soll alle zwei Jahre wiederholt werden. Die präsentierten Ideen und Vorschläge sollen schließlich mit Jugendlichen und Gemeinderäten auf ihre Realisierbarkeit diskutiert werden. Schließlich soll es sich gemeinsam an die Umsetzung gemacht werden. 

 

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit freut sich auf das Jugendhearing, als einen ideenreichen Tag, auf zahlreiche Jugendliche und eine Zukunft von und mit Jugendlichen gestaltet.