Multikulti–Hangout im Jugendtreff Aulendorf

In Aulendorf gibt es ein neues Angebot für Jugendliche mit Flucht– oder Migrationshintergrund. Initiiert von Schulsozialarbeit und Stadt, gefördert von „Aktion Mensch“.

 

Jordan Daganato als interkultureller Begleiter für geflüchtete Kinder und Jugendliche hat als neues Angebot im März den Multikulti–Hangout in Aulendorf gestartet. Es ist ein offenes Projekt, das Kindern und Jugendlichen einen Treffpunkt gibt, wo sie sich austauschen können, ihre Kreativität ausleben und die Stadt Aulendorf kennenlernen können.

 

Jeweils am Montagnachmittag zwischen 13.30 und 16.30 Uhr sind Kinder und Jugendliche mit Flucht– oder Migrationshintergrund eingeladen, sich im Jugendtreff in Aulendorf zu treffen.

 

Kleine Kinder können mit den Eltern kommen

 

Für kleine Kinder, die noch nicht allein kommen können, gibt es montags, mittwochs und freitags zwischen 9 und 11.30 Uhr die Möglichkeit, mit ihren Eltern zusammen zum Spielen und Basteln zu kommen.

 

"Jeder soll das Gefühl haben, dass man eingeladen ist. -

 

„Anmeldung kann eine Extra–Hürde sein, deshalb ist der Multikulti–Hangout ein offenes Projekt“, sagt Jordan Daganato. Beim ersten Treffen seien rund 20 Kinder und Jugendliche gekommen.

Gesellschaftsspiele, Billard, Tischfußball oder Air–Hockey standen da auf dem Programm. „Im Moment sind wir in der Phase des Kontaktaufbaus“, erklärt der interkulturelle Begleiter. So ist der Jugendtreff nicht jeden Montagnachmittag durchgehend von Jugendlichen besucht. Manche kommen einfach für eine Stunde vorbei.

 

Treff soll Ansprechpartner bieten und Angebote machen

 

Wichtig ist für Daganato, dass die Kinder und Jugendlichen wissen, wo sie einen Ansprechpartner finden können. Er bietet im Aulendorfer Jugendtreff Angebote zum Spielen und Sprechen, aber auch spezielle Outdoor–Aktivitäten an — zum Beispiel gab es den Besuch der Naturfotoausstellung im Schloss.

 

„Die jungen Besucherinnen und Besucher waren so begeistert, dass wir nach der Ausstellung noch eine Schlossbesichtigung gemacht haben“, berichtet Daganato erfreut.

 

In den zwei Wochen vor Ostern hat er einen Frühlingsdeko–Workshop angeboten. Das war eine Kombination aus Outdoor und Indoor — draußen im Freien wurden Naturmaterialien gesammelt und anschließend im Jugendtreff zu hübscher Frühlingsdeko verwandelt. Die Infos für diese Angebote bekommen die Kinder auch in ihren VKL–Klassen der Grundschule Aulendorf und der Schule am Schlosspark.

 

Projekt ist bis Ende des Jahres geplant

 

Die Schulsozialarbeit dieser beiden Schulen und die Stadt Aulendorf ermöglichen als Kooperationspartner den Multikulti–Hangout. Das Projekt ist bis Dezember 2023 geplant. Der interkulturelle Begleiter ist der Caritas Bodensee Oberschwaben unterstellt. Eine finanzielle Förderung erhält das Projekt auch durch die Spendenorganisation „Aktion Mensch“.

 

Jordan Daganato freut sich über das Projekt und jeden Einzelnen, der durch das Projekt ein wenig besser in der neuen Heimat integriert wird. Er hat definitiv noch viele kreative Ideen, wie ihm dies gelingen kann. So könnte man im Jugendtreff auch gemeinsam etwas kochen und beim Essen ins Gespräch kommen.

 

 

„Jeder soll das Gefühl haben, dass man eingeladen ist“, lautet das Motto Daganatos für den Hangout. Dass es ihm eine Herzensangelegenheit ist, hört man aus jedem Wort heraus.

 

Von: Schwäbische Zeitung, Elke Klein